Asyl

Ende 2017 waren nach UNHCR mit 68,5 Millionen Menschen so viele Menschen auf der Flucht, wie noch nie zuvor von. Das bedeutet, dass im Schnitt alle zwei Sekunden jemand auf der Welt zu Flucht gezwungen wird und einer von 110 Menschen weltweit von Flucht und Vertreibung betroffen ist. Von den Geflüchteten sind zudem mehr als die Hälfte minderjährig![1] Diese Menschen haben das Recht, an anderen Orten Schutz zu suchen – das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht.

Als Asylgruppe beschäftigen wir uns mit der Situation von flüchtenden und geflüchteten Menschen allgemein, sowie speziell bei uns in Freiburg.

Wir treffen uns während des Semesters jeden Montag um 20 Uhr im Amnesty-Büro (Basler Str. 20) und freuen uns immer über neue Gesichter!

Unsere Arbeit in der Gruppe kann man in drei große Bereiche gliedern:

  • Öffentlichkeitsarbeit: Wir sehen es als eine unserer wichtigsten Aufgaben, das Themengebiet Flucht und Asyl für die Öffentlichkeit besser einsehbar zu machen und einer Instrumentalisierung des Themas entgegenzuwirken. So organisieren wir beispielsweise Expertenvorträge, Filmvorstellungen und Podiumsdiskussionen zu der breiten Thematik Flucht und Asyl (Ist Afghanistan ein sicheres Herkunftsland? Welche Probleme können aus den vielfältigen Fluchtgründen wie der sexuellen Orientierung bei Asylverfahren und Integration entstehen? Etc.). Auch interaktive Aktionen wie Stände in der Innenstadt, die zur Reflexion des eigenen Verhaltens und gesellschaftlicher Stereotype anregen sollen wurden schon organisiert (Das tue ich alltäglich gegen Rassismus…; Das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht weil…; Etc.).
  • Arbeit mit Geflüchteten in der Region: Regelmäßig suchen wir den Kontakt mit Menschen die ihre Heimat verlassen mussten und organisieren Aktionen mit ihnen. Als Beispiele sind unter anderem gemeinsame Kochabende, ein Begegnungsort zum vielfältigen kulturellen Austausch vor dem Konzerthaus oder ein Weihnachtsfest zu nennen.
  • Einsatz für Betroffene Weltweit: Ja wir hier in Zentraleuropa hatten in den letzten Jahren erhöhte Zahlen an Asylanträgen. Doch die die meisten Menschen sind in anderen Teilen der Welt auf der Flucht und so geschehen auch viele Menschenrechtsverletzungen räumlich weit entfernt zu uns. Problematisch dabei ist, dass viele der Betroffenen nicht die Rechte oder Möglichkeiten haben ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen. Kant meinte schon: „ Das Unrecht, das irgendwo auf der Welt einem Menschen widerfährt, empfinde ich auch als Unrecht, das mir widerfährt.“ Aufgrund einer solch grundsolidarischen Haltung sehen wir uns dazu verpflichtet all jenen eine Stimme zu verleihen, die nicht selbst sprechen können. Im Herbst 2018 setzten wir uns beispielsweise in Form einer Unterschriftenaktion für Familien ein, welche an der US-Mexikanischen-Grenze zu Unrecht getrennt wurden.

 

[1]Quelle der Zahlen: „Global Trends“-Report von UNHCR 2017

3. Juni 2019